NEUIGKEITEN FÜR 2019

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Im Jahr 2019 gibt es ein paar Änderungen im Sozialversicherungs- und Steuerrecht: So wird ab Juli das Kindergeld um 10 Euro erhöht und der kassenindividuelle Zusatzbeitrag der Krankenversicherungen wieder von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam getragen! Auch die steuerliche Förderung der Basisrenten (Rürup-Renten) erhöht sich!

Riester-Förderung 2019

Seit dem 1.1.2018 gilt der erhöhte Grundförderbeitrag von 175 Euro!
Die Zulagen für Kinder bleiben gleich: Für ab 2008 geborene Kinder erhalten Sparer zusätzlich 300 € p.a. und Kind! Für vor 2008 geborene Kinder sind es 185 € p.a. und Kind!

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt von 9000 Euro auf 9168 Euro. Das heißt, es werden bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9168 Euro im Jahr Steuern fällig. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 18 336 Euro.

Kinderfreibetrag

Der Freibetrag wird 2019 auf 7620 Euro pro Kind und Jahr angehoben. Er wirkt sich laut Neuem Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) vor allem bei höherem Einkommen steuermindernd aus. H

Kindergeld

Das Kindergeld wird ab dem 1.Juli 2019 um 10 Euro je Kind und Monat angehoben. Das Kindergeld für das erste und das zweite Kind beträgt damit monatlich jeweils 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 235 Euro.

Deutsche Rentenversicherung

Der Beitragssatz für Arbeitnehmer zur Deutschen Rentenversicherung bleibt bei 18,6 %. Gleichzeitig steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung von 78.000.-Euro pro Jahr auf 80.400.-€ pro Jahr. Damit liegt der Höchstbetrag bei 1.246 €uro pro Monat für jeden Arbeitnehmer. Die Hälfte des Beitrages übernimmt der Arbeitgeber ( 623 Euro)!

Höhere Steuereffekte für Basisrenten

Beiträge für die geförderte Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, können in 2019 mit 88% der Beiträge als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung können pro Jahr bis zu 24.304 Euro ( Ledige)/ 48.608 Euro (Verheiratete) angesetzt werden. Wirksam werden dann mit den 88% maximal 21.387,52 Euro für Ledige und 42.775,04 Euro für Verheiratete!

Krankenversicherung: Höhere Beiträge für Gutverdiener

Zum 1. Januar erhöht sich die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die neue Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 54.400 Euro pro Jahr beziehungsweise 4.537,50 Euro pro Monat (bislang: 53.210 beziehungsweise 4.425 Euro).

Der Beitragsatz von 14,6% bleibt unverändert! Dieser wird von den Arbeitgebern und ihren Arbeitnehmern je zur Hälfte getragen. Zusätzlich dürfen die gesetzlichen Krankenkassen einen individuellen Zusatzbeitrag erheben, der ab 2019 von den Arbeitnehmernund Arbeitgebern wieder zur Hälfte getragen wird. Dieser durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2019 bei 0,9%, der Gesamtbeitrag demnach bei 15,5%.

Pflegepflichtversicherung: Beitragsanpassung

Der Beitragssatz erhöht sich 2019 auf 3,05% (Beitragszuschlag für kinderlose Versicherte 0,25%).Der monatliche Höchstbeitrag liegt dann bei 138,39 Euro (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil, ohne Sonderbeitrag für Kinderlose).2018 betrug der Höchstbetrag 112,84 Euro.

Einkommensgrenze für Wechsel in die PKV steigt leicht an

Zum Jahreswechsel wird auch die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung – auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt – etwas erhöht. Sie legt fest, ab wann sich ein gesetzlich Krankenversicherter für den Wechsel in die private Krankenversicherung entscheiden darf. Ab 2019 muss ein Pflichtversicherter jährlich mehr als 60.750 Euro oder 5.062,50 Euro monatlich verdienen (sozialversicherungspflichtiges Entgelt), bevor er dann 2020 wechseln darf.

Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung steigt

Auf privat Krankenversicherte kann sich die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung vorteilhaft auswirken. Der Zuschuss, den sie vom Arbeitgeber zu ihrem privaten Krankenversicherungsvertrag erhalten, orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze. Durch die Anhebung zum Jahreswechsel steigt der maximale Arbeitgeberzuschuss monatlich auf 3331,24 Euro plus 50% des kassenindividuellen Zusatzbeitrages ( 20,42 Euro).

Ebenso steigt der Zuschuss für die Pflegepflichtversicherung. Statt wie bisher 56,42 Euro bezahlt der Arbeitgeber ab 1.1.2019 bis zu 69,20 Euro pro Monat!

Volkhard Quitsch